Randring-Perlmuttfalter (Boloria eunomia)

Namensherkunft

Besonderes Kennzeichen des Schmetterlings sind eine Reihe von Ringzeichnungen am Rand der Hinterflügelunterseite. Diese ist charakteristisch und unterscheidet Boloria eunomia unverwechselbar von anderen zunächst gleich erscheinenden Perlmuttfaltern.

Systematische Einordnung

Familie: Edelfalter (Nymphalidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)

Klasse: Insekten (Insecta)

Lebensweise/Ökologie

Die Falter fliegen vorwiegend im Juni. Die Weibchen legen ihre Eier an der Unterseite der flach am Boden liegenden Blätter des Schlangen-Knöterichs (Polygonum bistorta) ab, der auch die wichtigste Nektarpflanze für die Falter darstellt. Die frisch geschlüpften Räupchen fressen im ersten Jahr nur wenig an der Blatt-Oberfläche und bereiten sich schon im August auf die Überwinterung vor. Bereits im März beenden sie die Winterruhe und fressen weiter an der Wirtspflanze. Es gibt neuerdings Hinweise darauf, dass die Raupen ein weiteres Mal überwintern. Die Verpuppung erfolgt Ende April bis Mai.

Besonderheiten

Der Randring-Perlmuttfalter ist ein Bewohner kühler Gebiete, der sich während der Eiszeit angesiedelt hat (Eiszeitrelikt) und kommt in Deutschland nur noch inselartig vor.

Kennzeichen

Die Randring-Perlmutterfalter erreichen eine Flügelspannweite von 28 bis 40 Millimetern. Die Flügeloberseiten der Männchen ist orangerot mit feinen, schwarzen Querlinien, Punkten und Winkelflecken. Die Weibchen haben gelbbraun gefärbte Flügeloberseiten, die eine kräftigere schwarze Zeichnung aufweisen. Die Unterseiten der Hinterflügel sind bei beiden Geschlechtern cremeweiß und orange gemustert. Am Außenrand sind eine Reihe Winkelflecken und dahinter die cremefarbenen, schwarz umrandeten Ringflecken zu sehen.

Die Raupen des Randring-Perlmutterfalters werden ca. 23 Millimeter lang. Sie sind graubraun gefärbt und haben eine feine, helle Punktierung am ganzen Körper. Sie tragen kurze, braune Dornen.

Gefährdung

Die Art ist eng an das Vorkommen des Wiesen-Knöterichs in Dauerbrachen gebunden. Auf bewirtschafteten Flächen haben die Raupen keine Überlebenschance. In Bayern und Deutschland ist er als stark gefährdete Art eingestuft (Rote Liste der gefährdeter Arten Stufe 2).

Maßnahmen

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